Tauferberg

Geschichte

Vor etwa 8.000 bis 9.000 Jahren, im frühen Holozän, entstand das Hochplateau Niederthai und der Stuibenfall (Wasserfall) durch den Köfler Bergsturz. Massenmäßig handelt es sich um die alpenweit größte Bewegung im Kristallin-Gestein. Dieses Naturereignis war vergleichbar mit einem Erdbeben der Stärke 7.5 nach Richter. Hierbei bewegte sich ca. 2-3 km³ Bergsturzmasse zu Tal und verteilte sich auf eine Fläche von ca. 12 km².

Der Bergsturz, heute als sog. „Tauferberg“ bezeichnet, verschüttete auch das Ötztal auf eine Länge von ca. 3 km und versperrte der Ötztaler Ache den Abfluss. Daraufhin bildete sich in Längenfeld ebenfalls ein großer See – das Längenfelder Becken entstand. Im Laufe der Zeit fand das Wasser doch einen Weg und der See brach über den Verlauf der heutigen Bundessstraße durch die wilde Maurach-Schlucht wieder aus.

 Auf der gegenüberliegenden Talseite stauten sich die Felsmassen auf und versperrten den natürlichen Abfluss des heutigen „Horlachbaches“. In Niederthai bildete sich anschließend eine weitläufige Seenlandschaft. Als diese zum Ausbruch kam, entstand der heutige Stuibenfall, Tirols größter Wasserfall mit 159 m Fallhöhe.

Geologen rätseln noch heute über mögliche Ursachen für diesen Bergsturz. Witterungseinflüsse, Erdbeben oder Vulkanismus werden als mögliche Gründe diskutiert. Eine interessante Theorie der beiden britischen Wissenschaftlern Alan Bond und Mark Hempsell besagt, dass der Felsabbruch durch einen Kometeneinschlag verursacht wurde. Die Flugbahn des Himmelskörpers war weit über die Grenzen Europas hinaus sichtbar und wurde von sumerischen Augenzeugen auf einer Tonscheibe festgehalten, die heute als „Scheibe von Ninive“ bekannt ist und unter Astrologen viel diskutiert wird.

 

Wanderungen rund um den Tauferbergwald

Tauferberg

 

Hoher Stein

Erkunden Sie mystische Felsspalten, das Innere eines großen Granitblockes und bestaunen Sie den Tauferbergwald.

Start: Parkplatz Lehen (Sportplatz) in Niederthai
Die Wanderung beginnt beim Parkplatz Lehen. Nach gut 50 m führt dann links in den Wald hinein ein breiter Forstweg, diesen folgt man bis zu einer Kreuzung.
Links geht es weiter in Richtung Wiesle und rechts in Richtung Wolfsegg. Man wandert den Forstweg rechts weiter bis dieser endet und in einen schmalen Wanderweg „Tauferbergrunde“ übergeht. Von dort führt der Weg durch den Tauferbergwald dann zu den verschiedenen Granitblöcken.
Gehzeit: 1,5 Stunden
Schwierigkeit: Mittel

Tauferbergrundgang

Start: Informationsbüro Niederthai
Als Tauferberg wird der flache Waldrücken westlich von Niederthai bezeichnet - er reicht bis ins Ötztal bei Umhausen bzw. Längenfeld. Dieser Wald kann auf einer Vielzahl von markierten Wegen durchwandert werden. Es wird jedoch abgeraten, die markierten Wege in diesem Gebiet zu verlassen.
Gehzeit: ca. 1-2 Stunden
Schwierigkeit: leicht

 

Jausenstation Wiesle – einzigartig im Ötztal

Jausenstation Wiesle


Feldmesse im Wiesle
Copyright: Ötztal Tourismus
Fotograf: Ewald Schmid


 

Das Wiesle ist ein wahres Idyll und liegt eingebettet in grünen Wiesen auf einer Seehöhe.
von 1.528 m.  Neben der Jausenstation steht eine kleine Kapelle. In der gemütlichen Stube oder auf der Sonnenterrasse werden frische Produkte aus Großteils eigener Produktion bzw. von heimischen Bauern serviert. Auch die kleinen Gäste können sich am Kinderspielplatz so richtig austoben.

Die Jausenstation Wiesle ist sehr gut von Umhausen und Niederthai erreichbar.  

Von Niederthai aus:
Geparkt wird in Niederthai am Parkplatz Sennhof (neben dem Informationsbüro). Von dort geht es über die Ortsteile Ennebach und Überfeld bis nach Lehen zum Fußballplatz. Oder direkt am Parkplatz Fußballplatz parken und von dort aus die Wanderung zum Wiesle beginnen.
Beim Fußballplatz wandert man weiter auf den Forstweg, dieser führt am Beginn etwas steiler, zum Mauslasattel hinauf. Oben wird es dann jedoch wieder flach und am Ende geht es abwärts durch dichten Wald zur Jausenstation Wiesle. Kurz vor der Jausenstation öffnet sich eine Lichtung und man folgt den Weg durch die saftigen Bergwiesen bis zur Jausenstation Wiesle.

Leichtere Alternative: Vom Fußballplatz aus den Wald entlang Richtung Ortsteil Tellerboden. Nach ca. 50 m biegt man links ab und  folgt den Wanderweg bis zur Kreuzung. Bei der Kreuzung links geht es über den neu sanierten Weg zum Mauslasattel.

Beide Wanderwege sind mit dem Kinderwagen gut begehbar.
Gehzeit: ca. 1 Stunde

Parkgebühr Parkplatz Sennhof (Informationsbüro Niederthai): ab 01.08.2014 für PKW € 4,00 / Busse gratis, Pflichtig von 07:00 Uhr bis 18:30 Uhr

Wiesle


Musikalische Unterhaltung der Blasmusik im Wiesle.
Copyright: Ötztal Tourismus
Fotograf: Ewald Schmid

 

Von Umhausen aus:
Geparkt wird in Umhausen beim Parkplatz Bischoffsplatz (Badesee). Von dort aus führt der Wanderweg direkt vorbei am Kneipphäusl durch den Wald in Richtung Niederthai. Teilweise muss hier die Straße überquert werden. Beim Parkplatz „Wiesle“ angekommen führt der Wanderweg weiter zur Jausenstation.

Gehzeit: ca. 1 – 1 1,5 Stunden
Parkgebühr Parkplatz Bischoffsplatz: PKW € 4,00 / Busse gratis, Pflichtig von 07:00 Uhr bis 18:30 Uhr

Leichtere Alternative: Vom Fußballplatz aus den Wald entlang Richtung Ortsteil Tellerboden. Nach ca. 50 m biegt man links ab und  folgt den Wanderweg bis zur Kreuzung. Bei der Kreuzung links geht es über den neu sanierten Weg zum Mauslasattel.

Öffnungszeiten Jausenstation Wiesle:
Von Mai bis Mitte Oktober
Im Mai, Juni, September und Oktober Montag Ruhetag

 

Klettergarten Niederthai

Der im Wald gelegene Klettergarten bietet die schwierigsten Touren im Ötztal an.

Die idyllisch gelegenen Granitblöcke am Tauferberg bieten gerade für den Könner in der Kletterszene unerschöpfliche u. vielfältige Auswahlmöglichkeiten.  

Klettergarten Niederthai


Klettergarten Niederthai
Copyright: B. Bacher
Fotograf: Heiko Wilhelm